Translate this

Montag, 23. Juni 2014

Wir / Für Inga

Ich stehe alleine in der Menge.
Aber ich stehe.
Eigenständig. 
Kämpferisch. 

Überall bist du zu sehen. 
Jedes Gesicht gleicht dir. 
Überall höre ich deine Stimme
und wenn ich die Augen schließe,
dann spüre ich dich bei mir.

Es gibt Tage, da bist du unerreichbar.
Unerreichbar von mir fort.
und dann hin und wieder 
treffen wir uns am selben Ort.
Du lebst mit mir im Jetzt und Hier. 

…und auch wenn du mir hin und
wieder verloren gehst, 
ich hab mich schon längst in
dir verloren.

Wir finden uns gemeinsam wieder.

Die Welt da draußen, die
braucht uns nicht. Weil sie nie so ist, wie sie
verspricht. Ich brauch nur dich hier bei mir. 

Ich weiß jetzt wer ich bin
und was ich will.
Einmal mit dir ums Universum,
bis ins Herz zurück.

Ich bin jetzt genau das, was
du brauchst.
Bin die Stärke, die dich trägt.
Finde mich auf tausende Art und Weisen
in dir wieder.

…und auch wenn ich alleine in
der Menge stehe, 
dann bin ich doch nie einsam.
Du stehst neben mir und
hältst meine Hand, meine ganze
Welt in deinen Händen.

Ich brauche niemanden, der mir
zeigt wie leicht ich lebe oder worums
tatsächlich geht. Niemand, der mein
Leben für mich lebt.

Und du stehst, du stehst, bist du fällst.

Es gibt Tage, da bist du unerreichbar.
Unerreichbar von mir fort.
und dann hin und wieder 
treffen wir uns am selben Ort.

Du lebst mit mir im Jetzt und Hier. 

Sonntag, 15. Juni 2014

In Dir Mehr / Für Timo

Ich hab versucht es zu ignorieren, zu vergessen.
Immer auf der Suche nach dem puren Glück.
Und eigentlich hab ich mir mein Leben anders vorgestellt.
Nicht so klein, nahezu winzig.

Doch irgendwie hab ich’s geschafft.
Hab gekämpft, verloren und bin wieder
geschwommen. 
Hab oft an dich gedacht.
Was wäre wenn?
Oft wars nicht ganz so angebracht,
das Fünkchen Hoffnung.
Das Gefühl für dich.

Immer wenn der Regen kommt, denk ich über die
Wasserspuren nach. Langsam fällt der Tropfen.
Langsam verschwimmen meine Gedanken.
Ich will sie halten, nicht untergehen.
Sanft fällt er.
Der Regen.

Doch wir kommen nicht weiter als bis zur Wirklichkeit.
Du gehst unter in der Strömung, verlierst dich
in deinem Spiegelbild.
Du fragst dich, was du wirklich bist und lebst
immer nur auf festem Untergrund.
Du täuscht dich.

Ich täusche mich.
In meinen Träumen mit dir. Weil ich gedanklich
schon alles erlebt habe.
Dir das kleine Glück geschenkt habe mit einer
Strandbar am Ende der Welt,
wo der Anfang von uns war.

Ich hole dich immer wieder ein. Die Regenspur
ist deutlich zu verfolgen. 
Ich weiß du denkst genauso, nur ist das Wasser
noch trüb und grau.
Und auch wenn ich dir den Spiegel vorhalte,
dann siehst du doch nur wieder dein Bild
und nicht meins. 

Willst du so sein? 
Willst du so bleiben? 
Willst du so sein? 
Oder soll ich dich befrei’n?

Du spürst es doch, dass dein Herz will,
nur dein Verstand ihm trotzig die Stirn bietet.
Wirst du’s bereun?
Wirst du dich drehen? Umdrehen, Blick in
die Ecke, engstirnig. 

Ich hole dich ein.
Leichtfüßig.
Alles wäre so einfach, wenn es nicht so
kompliziert wäre.

Immer wenn der Regen kommt, denk ich über die
Wasserspuren nach. Langsam fällt der Tropfen.
Langsam verschwimmen meine Gedanken.
Ich will sie halten, nicht untergehen.
Sanft fällt er.
Der Regen.


Samstag, 7. Juni 2014

Faith / Für Nina

Das Gefühl, das du schmeckst sobald
du frei bist.
Dieser Akt des Gleichgewichts, das sich
einfach so einpendelt.

Zu wissen wohin man gehört.

Du atmest ein und aus.
Du atmest Leichtigkeit ein und Schwere 
aus.

Du öffnest die Augen.
Es ist Stille. Du kannst sie spüren.
Sie legt sich wie ein Kleid über dich
und schenkt dir Frieden.

Einklang.
Eins mit dir und der Welt.

Lass dich einfach fallen. Ohne Ziel.
Ohne Plan. Ohne Orientierung.

Mitten ins Leben.
Spring rein und wage es,

dich kopfüber ins Unglück zu stürzen.

Wir sind nicht fehlerfrei.
Nicht aus Gleichem gemacht.
Einzigartigkeit ist, was uns ausmacht.

Dieser eine Moment.
Der beginnt.
Jetzt.

Liebe.
Lebe.
Laut.
Leise.
Lachend.
Lustig.

Sich ausliefern.
Unvernünftig.
Unbekümmert.

Keine großen Fragezeichen mehr
hinter die Träume stellen.
Sondern Ausrufezeichen.

Schritt für Schritt der Sonne entgegen,
keine Dunkelheit mehr aufsuchen.
Nicht mehr unsicher über den Abgrund
balancieren.

Das Gefühl, das du schmeckst sobald
du frei bist.
Dieser Akt des Gleichgewichts, das sich
einfach so einpendelt.

Vertrauen.
Darauf, dass das Leben weiß, was es mit
uns macht. Dass es in keinster Weise
einfach ist.

Dafür überraschend, großartig und
manchmal auch etwas spontan.

Wo wären wir, wenn wir nicht einfach

anfangen das Glücklich-sein zu leben?

Donnerstag, 22. Mai 2014

Fingerspitzengefühl / Für Tina

Dort wo deine Gefühle sich tummeln.
Dort wo es pocht, pulsiert und lebt.

Es ist kein bloßer Schauplatz

und du mitten drin.

Es ist mehr.

Deine Innenwelt lebt und schwebt.
Sie ist so lebhaft wie die Fantasie

all jener, die zu hoffen wagen.

Dort wo es pocht, pulsiert und lebt.
Dort findet es statt.

Dein Gespür dem zu folgen,
den Trommelwirbeln nach zu fassen,
sich ergreifen lassen von den Klängen.

Es klingt nach dir.
Dieses Gefühl.

Es leitet dich und treibt dich dorthin,
wohin du gehörst.

Dort wo es pocht, pulsiert und lebt.
Dort. genau dort ist es.

Leidenschaft. Übermut. Lebenslust.

Es ist mehr.
Mehr als nur eine Spinnerei, 
oder eine Laune.

Es ist das, was dein Kopf sich nicht zu denken
traut. Was nicht erklärbar ist.
Eine Form von Glück. Eine Entscheidung nach Glück.

Träume. Träume. Ja Träume.
Wären ohne Gefühl nur ein bloßes Spiel mit den Gedanken.

Montag, 19. Mai 2014

Unauslöschlich / Für Alex

Du und ich.
Wir sind eins geworden.

Ich suche nach Worten in
allen Klangfarben und doch
geben sie nicht wieder, wie
du für mich klingst.

Ich streife durch die Weite
meiner Gedanken und kann
dich überall finden. Dich
greifbar machen ist jedoch
unmöglich.

Du bist vollkommen.
Unbedacht.
Lebhaft.

Du bist was du bist.
Ein zarter Sonnenstrahl am Morgen.
Ein Augenblick völliger Ruhe.

Gelassen sehe ich dich an,
kann ich doch nicht von dir lassen.
Dich nicht gehen lassen.
Es zerreißt.

Pochen.
Warten.
Auf ein Zeichen von dir.

Leise hast du Platz genommen.

Du und ich.
Wir sind eins geworden.

Schweigen.
Dasein.
Mehr kosten.

Ich fühle.
Zum greifen nah
diese Wärme.

Du bist der Tau, der sich sanft 
über mein Gesicht legt, wenn 
ich die Hitze spüre. 

Du bist die Hoffnung, die sich
an mich schmiegt, wenn ich
mich im Nebel verliere.

Ich versuche viele Male 
dich zu erklären. Zu erklären
warum.

Du bist die Antwort,
weil du bist wie du bist.


Du bist Leben. 

Samstag, 17. Mai 2014

Auf Achse / Für Bianca

Fern von spürbar.
Fremde Gerüche.
Fremde Bewegung.
Fremde Stadt.

Die Freiheit schmecken
und los lassen.

Doch es fehlt.
Wo Flügel sind, kann nicht gleich Wurzel sein.
Wo Freiheit ist, hält dich das Leben fest.
Woanders.

Fern von Dir.
Fern. 
Nur die Weite vor Augen.

Momentaufnahme.
Erleben. Fühlen. Lieben.
Vermissen. 

Fern ist doch nicht nah.

Zu weit weg.
Von Vertrautem.

Fremd fühlen.
Sehnsucht.
Nach Erfahrung.
Nach Geborgenheit

Es fehlt.

Die Meinen sind doch nicht die Anderen,
die jetzt Platz genommen haben.
Auf Stühlen, die eigentlich schon besetzt sind.

Nicht hier.
Irgendwo dort.
Nur im Herzen.

Vielleicht noch nicht bereit
zu wachsen. So alleine.
Irgendwo.
Auf dieser Welt.

Entfernung.
Die jedoch nur momentan ent-fernt.
Die uns entführt, auf den Winden reiten lässt,
um zu sehen wie der Himmel schmeckt.

Entfernung.
Die uns von dem trennt, was war.
Aber nicht von dem, was in uns selbst liegt.
Von dem, was wir durch uns erfahren.


Die nichts ändert.
An der Reichweite von Gefühlen.

Dienstag, 6. Mai 2014

Tinspiration / Tinte & Inspiration

Ich würde mich an dieser Stelle gerne herzlich bei euch allen bedanken. Danke an die, die meine Texte regelmäßig lesen. Mir Mut machen. Mich kritisieren. 


Da mein Blog fast 2000 Aufrufe hat, würde ich gerne ein kleines Spiel mit meinen Lesern machen! Besonders, um euch etwas zurück zu geben ;)

Kommentiert bis zum 15.05.2014 
einfach unter diesen Beitrag


Was inspiriert euch? Was sind eure Lieblingsthemen? 
Habt ihr Lieblingszitate? Gibt es etwas, worüber ihr gerne etwas verfasst hättet?


Ich werde dann ein paar von euren Ideen auslosen und einige Gedichte darüber verfassen. 

Es soll also etwas persönliches an Euch werden.
Sinnlose oder anstößige Kommentare werden selbstverständlich entfernt.

♡ Herzliche Grüße
Eure Jessy


PS: Sollte die Kommentarfunktion nicht möglich sein, schreibt mir eine Mail an 
tintenliebe(at)gmail.com

Montag, 5. Mai 2014

Explosiv

Verloren streife ich durch meine Gefühlswelt.
Und treffe auf Erinnerungen.

Hier ein Kratzer,
dort ein Kratzer.

Ich streichle sie sanft und sage ihnen leb wohl.

Was ist Liebe schon wert, wenn sie nicht weh tut?


Und ich streife weiter, ziellos und ungebunden.
Willensstark.
Rebellisch.

Ich will nicht angepasst sein, nicht angeglichen.
Meine Wildheit ist Fluch.
Und Segen.

Immer auf der Suche.
Ich will gar nicht gefunden werden.
Das was ich suche ist weitaus mehr

als es scheint.

Rastlos.  
Immer ein Glänzen in den Augen.
Ich will erkunden.
Mehr als nur mich.
Andere. Die Gefühle anderer. In
ihnen eintauchen und vergessen.

Nicht mehr nur in mir selber 
wandern. Auf anderen Tüchern
schweben. Hoch hinaus.

Und wieder hart fallen.
Bis ich endlich an dem Punkt bin.
Der Sinn macht.
Aber auch nur für den Moment.
Auch nur für den Augenblick.

Bevor das Feuer wieder lodert
und nur heiße Asche hinterlässt.

Samstag, 26. April 2014

Lebenselement

Zeit verstreicht.
Und plötzlich merkt man,
dass man überlebt hat.

Man wacht auf
und es ist vorbei.
Frieden.

Atmen. 

Spüren.
Spüren, dass die Schwere 
verschwunden ist.
Sich aufgelöst hat.
- Peng - 
und weg. 
Der Schuss ist lange gefallen und
hallt nicht mehr nach.

Die Seile, die mich zurück
gehalten haben, sind wunderschöne
tanzende Sterne geworden. 

Mein Glück ist zurück.
Es breitet sich in jede Faser
aus, ist von sämtlichen Farben
bestickt und strahlt.
Ja überstrahlt alles.

Großartige Dinge werden
kommen. Weil ich es spüre.
Manchmal muss man einfach
alles verlieren um sich selbst
zu haben.

Die Gefühlswelt muss Kopf stehen, 
damit man sich wieder gerade rückt.

...und von all den vielen Dingen,
die ich war, bin ich auch nur Mensch.

Einer.
Mit Hoffnung, Träumen und Wünschen.

Und genau dort.

Dort, wo ich stehe, 

fange ich an.
Fange ich wieder an zu leben.

Samstag, 12. April 2014

Wenn der Ozean Liebe ist.

Ich schließe die Augen.

Es riecht nach Salz und

ich spüre den Sand, den
mir der Wind in die 
Haare wirbelt.

Und dann spüre ich es.
Wie es sanft meine Füße
umspielt. Wie es mich
streichelt.

Meer. Mein Meer.
Sehnsucht nach Dir.

Nach deinem Rauschen.
Deinen Wellen.
Deinem Geruch.

Und ich sitze und starre
auf dich. Ungläubig.
Ich betrachte die Schönheit

in ihrer wahrsten Gestalt.

Du glitzerst und funkelst
und trägst mich überall
hin. Die Sonne bricht sich
in deiner Oberfläche und
zaubert tausende Kristalle.

Dein Anblick macht mich
sprachlos. Und berührt.

Ich lege mich in deine Wellen,
lasse mich treiben, spiele mit
dir, necke dich.
Stoße prustend das Meerwasser

wieder aus.

Reinigend.

Meer. Mein Meer.
Sehnsucht nach dir.

Nach deinem Rauschen.
Deinen Wellen.
Deinem Geruch.

Du trägst soviel Leben in dir
und am liebsten würde ich
eintauchen. In die vielen Ströme
deiner Gewässer.

Und jedes Mal, wenn ich zu dir
komme, dann treffe ich jemand
anders. Du bist nie gleich. Nie
dasselbe.

Dein Wasser ist meine Ruhe.

Dienstag, 8. April 2014

Furchtlos

Taub.
Gefühl.
Taub.
Gefühl.

An.
Aus.

An.
Aus.

Schauer, der den Rücken entlang fährt.
Zittern.
Von den Zehen bis zu den Haarspitzen.

Keinerlei Magie.
Keinerlei Märchen.
Eher Boden der Tatsachen.

Taub.
Gefühl.
Taub.
Gefühl.

An.
Aus.

An.
Fürchterlich arg an.

Wiederkehrende Erinnerungen.

...dann völlige Leere.

Sich an den eigenen Gedanken schneiden,
um sich selbst zu spüren. Um irgendwas zu spüren.

Dann die Frage: Wenn die Worte, die du fühlst,
denkst und sprichst auf deiner Haut gezeichnet würden...

...wärst du immer noch wunderschön?

Freitag, 4. April 2014

Ruhestörend

Du darfst nicht.
Du darfst auf keinen Fall.
Unter keinen Umständen

Überall Verbote.

Mein Kopf macht mich wahnsinnig.
Ich kann nicht einschlafen,
weil es leise in mir flüstert.

Leise, kurz vorm einschlafen.
Tu's nicht.
Lass es sein.
Schließ das Türchen wieder zu.

Schon ist es geschehen.
Selbst wenn ich mir das
Kopfkissen über meinen Kopf ziehe.


Die Stimme schweigt nicht.
Aus dem leisen Gebrumme wird
schon langsam ein schwellender Chor.

Du darfst nicht.
Du darfst auf keinen Fall.
Unter keinen Umständen.
Es geht nicht, es darf nicht sein.

Lass es nicht zu.
Du wirst es bereuen.
Wirst wieder da stehen, dein Gefühl

hinweg getragen.
Du kannst es nicht mehr einfangen.
Es kehrt dann nicht mehr zurück.

Es raubt mir meinen Schlaf.
Hin und Her.
Und Hin und Her.
Dreht sich alles im Kreise
und nimmt kein Ende.

Ich kann mich nicht entscheiden.
Kopf oder Bauch,
Kopf oder Bauch. 

Und ich werfe die Münze.
Sie ist gefallen.
Und ich mit ihr.

Klischee

"Das wird schon" haben sie gesagt,
Ich solle mich nicht so anstellen.

Angst.

Angekämpft habe ich.
Gegen das Ertrinken,
während alle anderen frei atmen
und die Luft einsaugen und wieder ausstoßen.
Während ihre Lungen sich mit Sauerstoff füllen, 
brennen meine und ich gehe unter.

Wenn das Jetzt nicht sicher ist, 
wie kann man dann wissen,
was noch folgt?
Was morgen ist?


Anecken an alles.
Keine Balance.
Keine runde Sache sein.

Hilflosigkeit.
Schief angesehen werden.

Nicht verstanden,
nicht verstanden sein.

Ertrinken,
während alle anderen frei atmen.

Stillstand.
Regungsloses Verharren.
Die Blasen im Wasser werden
geringer.
kleiner.
kleiner.
kleiner.

Bis sie gänzlich verschwinden.

Wehmütiges Loslassen.
Betrogen um dich selbst.
Nach unten gedrückt in die
Tiefe des Wassers.
Kein Lichtschimmer.
Kein Auftauchen.
Nach Luft ringen.

Aber. Bloß ein Traum.
Ein zarter Traum des Dazugehörens.

Montag, 31. März 2014

Sinn

Was wäre wenn.
Was wäre, wenn ich mich anders entschieden hätte.
Mich durchgerungen hätte, mehr Nebensätze in
meine Hauptsätze einfließen zu lassen.

Wäre meine Geschichte spannender? Sprachlich
ausgereifter? Wäre sie eventuell ein anderer
Text geworden? Hätte sie etwas anderes transportiert?

Was wäre wenn.

Wenn ich statt Kommas drei Punkte gesetzt hätte
...
[                         ]

Pausen eingefügt. Länger verweilt wäre bei Worten,
deren Bedeutung vielleicht durch meine Unachtsamkeit
verloren gegangen sind.


Liebe.
Zerstörung.
Gefühle.
Süchtig.

Was, wenn ich vergessen habe dort Zeichen zu 
setzen

Dort.
Dort, wo sie mir die Schwere meiner Last genommen
hätten.
Als Worte von Wert schwarz auf
weiß, ohne Schnörkelei.

Was, wenn ich dort klein geschrieben habe, wo ich
DOCH GRÖßE HÄTTE ZEIGEN MÜSSEN.

WO ICH VERGESSEN HABE HERVORZUHEBEN was vielleicht leise und einsam erscheint.
Aber doch für die Handlung maßgeblich war.

Was, wenn ich über so viele Buchstaben gefallen bin und doch
keinen einzigen Satz auf Papier gebracht habe.
Wenn zu viel Gefühl und zu wenig Tinte war.
Wenn ich versagt habe das zu sagen, was ich eigentlich
sagen wollte.

Nämlich.
Dass ich öfters riesige Ausrufezeichen setzen sollte.
! ! ! 
An die Stellen, an denen ich eigentlich schlichte Punkte 
gesetzt habe.

Freitag, 28. März 2014

Gemälde

Meine Unsicherheiten rauben mir mein
Farbenspiel.

Das helle Weiß verläuft sich über
die blauen Bahnen ins Schwarze.

Ins Schwarze triffst du bei mir
und unterbrichst jedes farbenfrohe
Sein.

Ich erkenne deine wahren Farben
nicht. Weiß nicht wohin ich bei
dir eintauche und als was ich
dann auftauche. 

Von Pechschwarz bis Sonnengelb
kannst du mich färben, mein Farbenspiel
zum Guten oder zum Schlechten ändern.

Meine Unsicherheiten rauben mir mein
Farbenspiel. Die kräftigen Farben verblassen.
Die Farbspritzer verlaufen sich in anderen
Farben.

Manchmal ist der geführte Pinselstrich erkennbar
und manchmal verwischt jeglicher konkreter Ansatz.

Manchmal bin ich rot, manchmal bin ich blau.
Manchmal bin ich gelb oder grün und
manchmal ganz und gar unsichtbar.
Farblos.

Das Farbspiel friert ein.
Jedes Mal ergreift es mich aufs Neue.
Jedes Mal mache ich denselben Fehler.
Meine Unsicherheiten ruinieren mein Farbspiel.
Schränken es ein.
Lassen es nicht zu.

Der Pinsel steckt tief im Wasser und verfärbt
es. Und die Unruhe geschieht immer und immer wieder.

Mittwoch, 26. März 2014

Verschollen

Emotional verloren.
Immer dieses Warten.
Darauf, dass jemand dich findet.
Jemand dich erst finden muss.

Dieses Verstricktsein.
Unaufhörlich.

Ich weiß nicht wie oft
ich gegangen bin.
Wie oft ich zu weit
gegangen bin.
Meine Spuren nicht mehr
verfolgen konnte.

Bin ich dieses Mal
völlig orientierungslos?

In mir herrscht Chaos,
eine ganze Sammlung an
Gedanken und Gefühlen,
die sich kreuzen und begegnen.

Ich weiß nicht wie oft
ich gegangen bin.
Wie oft ich zu weit
gegangen bin.
Meine Spuren nicht mehr
verfolgen konnte.

Vielleicht.
Vielleicht kommt jemand vorbei
und rettet mich.
Nimmt mich in seinen Schutz
und verbirgt mich darin.

Vielleicht muss man sich erst
verlieren, um sich zu finden.

Ich warte.
verloren.
Darauf, dass sich jemand zu
meiner Verlorenheit dazu
setzt und mir den größten
Fund darlegt.

Ich warte.
Verloren.
Darauf, dass ich zurückkehren darf
und all die Fußschritte, die
fehlen und nicht erkennbar sind
auf einmal zu einer Spur werden.

Ich weiß nicht wie oft
ich gegangen bin.
Wie oft ich zu weit
gegangen bin.

Zu weit von mir weg und zu
weit von euch weg. So weit,
dass ich nicht mehr zugehörig war.
Ausgestoßen.

Und warte immer noch.
Weil ich es tun musste. Ich wäre
sonst zersprungen wie Glas unter
zuviel Gewicht.

Ich bin schwerelos.
Verloren.
Und die Dunkelheit verschluckt den 
letzten Schimmer.

Montag, 24. März 2014

Tanz im Vulkan

Reden.
Dabei bin ich dir begegnet.
Nicht anfassen.
Die Welt ausziehen und die Dinge
nackt betrachten.

Reden.
Stundenlang.
Ohne Thema.
Ich beziehe mich auf dich und du
dich auf mich.

Mehr sehen als man augenscheinlich
wahrnehmen kann.

Lachen.
Gemeinsam den Moment leben und ihn
auskosten bis zum nächsten Sonnenaufgang.

Spüren und nochmals spüren.
Furchtlos.
Die Schale aufmachen und langsam zum
Kern vordringen.

Zeit fliegen sehen und sich eins fühlen.
Reden.
Nicht anfassen.
Die Welt ausziehen und die Dinge
nackt betrachten.

Schönheit in sich aufsaugen.
Glück sammeln.
Klar sehen.
Den Willen haben zu verändern.
Sich selbst leben.

Den anderen trotzen.
Sich Meinungen bilden.
Eigenständig.
Über sich selbst wachsen, anstelle
zu schrumpfen.

Genießen und Augen schließen.
Sich trauen, mutig sein und 
voran schreiten.

Sich gehen lassen und merken wie
sich Straßen zeichnen, die dahin
führen.

Zu den besonderen Momenten.

Schmetterlingsflügel.

Ich hatte fast schon aufgegeben.
Das mit dem Glück.
Dem Sinn des Lebens.

Doch dann  begegnete ich.
Mir und dir.
Auf einer Strecke.

Du hast mich angesehen
und wir sind augenblicklich
hineingetaucht.

Gestaunt habe ich über
das Vertrauen, über das
ich zufällig gestolpert bin.

Die Zuversicht ist wieder 
da. Dass alles seine Richtung
findet, auch wenn ich sie lange
aus den Augen verloren hatte.

Ich muss nicht mehr schreien,
um mich zu verständigen.
Leise Töne klingen mit dir.
Die alles sagen, was man
nur sagen kann.

Du verlangst nicht, dass ich
mich deinen Erwartungen
beuge - du verbeugst dich
vor meinem Charakter und
grinst.

Die Freude sprudelt geradezu
aus mir heraus.
Und am liebsten wäre ich
einfach im Jetzt gefangen.
Ich will genau dieses Gefühl
einfangen und verwahren.

Du siehst nicht nur das Spiegeln
meiner Oberfläche.

Und ich lasse es zu.
Lasse zu, dass du es siehst.
Dass du dich daran erfreust
und Stück für Stück ausgräbst.
Das ausgräbst, was ich so tief vergraben.

Und ich schenke es Dir, weil ich
weiß, dass du auch nur fliegen willst.

Sonntag, 16. März 2014

Silhouette

Schattenvoll.
Meine Seele ist pechschwarz von den vielen Untaten, die ich vollbracht.
Ich fühle mich erdrückt von meinem Schmerz, er durchdringt jede
meiner Gedanken wie schwarze Linien.

Was ist, wenn ich nicht mehr sein will?
Wenn mich deine Demütigungen so verschlucken, dass nichts mehr von mir
übrig bleibt.

Ich kann nicht mehr und ich ertrage diese Welt nicht.
Alles ist verschwommen und geisterhaft. Jeden Tag derselbe.
Ich kann nicht mehr unterscheiden zwischen Tag und Nacht 
- eine Grauzone legt sich über mich und verschmiert mich bis zur
Unkenntlichkeit.

Unverstanden sitze ich weinend auf meiner Trostlosigkeit.
Ich versinke in meinen Wunden. Ich tauche tief ein in das blutrote
Meer und drücke mich heftig an die Oberfläche.

Es durchdringt mich wie ein Echo, verspottet mich und nährt meine Selbstzweifel.
„Nicht genug“
„Nicht genug“
„Nicht genug“

Der Kampf wühlt in mir und ich kann mich nicht wehren. Ich bin
angekettet und mein Mund verschlossen durch die vielen Male,
die ich mich nicht getraut habe zu sprechen.
Du machst mich machtlos.

Ich bin ausgeliefert. Ich laufe, aber weiß nicht wohin. Wahrscheinlich wieder gegen meine eigene Wand, die ich bis ans andere Ende gezogen habe. Ich hämmere dagegen, doch das einzige, was zu Bruch geht, bin ich.

Ich weiß nicht wer ich bin. Ich verweigere mich selbst.
Meine Würde ist tief verschollen im düsteren Berge meines Seins.
Ich fühle mich ausgelöscht, als ob du mein gezeichnetes Leben einfach so wieder ausradiert hättest.

Ich möchte nicht mehr fühlen. Alles zerstören, was die schwarzen Linien gezeichnet hat. Doch das Netz zieht sich enger und ich sitze gefangen und warte. Warte, dass es mich gefräßig von innen aufisst und sich  schmatzend nährt von meinem gekrümmten Abgrund.

Ich liege da und wünsche mir, dass es aufhört. Dass das unablässige Pochen seine Stille findet und ich nicht mehr leben muss. Ich fühle mich gezwungen am Leben zu bleiben.

„Nicht genug“
„Nicht genug“

Schwach bin ich - zu schwach um zu leben oder zu sterben.

Immer wieder ertrinke ich in den Wellen meinem innerlich tobenden Krieg. Es treibt mich, ohne Licht in Sicht. Ohne Leuchten in der Ferne. Die Dunkelheit in mir verschluckt jeden Willenszipfel und kläglich gehe ich unter. 

Alles ist dort wo es sein sollte. 

Nur ich bin es nicht.