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Sonntag, 2. März 2014

Lebenskolonie

Menschenstreben.
Überall.
Ich schließe die Augen.
Spüre sie.
Spüre ihre Fußtritte neben mir.

Rieche den Geruch nach
Leben.

Musik begleitet mich auf
dem Weg durch die Massen.
Doch nur ich kann sie 
hören. 
Ich presse mich an ihnen
vorbei.

Einen Fuß vor den anderen.
Eine Fußspur in der Zeit.

Mein Kokon zieht sich 
an mir hoch und ich blicke
nur leicht auf der Welle
meiner Geschichten durch
ihn hindurch.

Wir sehen die Szenen, die
wir nicht selber spielen,
an uns vorbei rauschen.
Wir imponieren uns von
innen.

Einen Fuß vor den anderen.
Eine Fußspur in der Zeit.

Es braucht mehr um 
zu beeindrucken - mehr
Spiegelung. Mehr eigenes
Musikstück.

Die Massen schieben uns
und driften an uns vorbei.
Das Gedränge ist Teil von
uns und doch Teil von der
Einzäunung.

Entlang schlittern. Durchkämmen.
Und doch nur ein Zentimeter mehr.

Die Menschenriesen zu
denen wir aufschauen.
Sie streifen uns nur flüchtig,
wenn wir durch die Masse streben.

Kommentare:

  1. Sehr schönes Gedicht!
    Es hat irgendwie ein gewisses Etwas, was man nicht so wirklich greifen kann! Gefällt mir echt gut.

    Liebe Grüße
    FullmoonShadow

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    1. Vielen lieben Dank für die Rückmeldung.
      Schön, dass du auf meinen Blog gefunden hast! Freut mich sehr :)
      Das ist spontan entstanden, weil ich gestern unter Menschenmassen einkaufen war.

      Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag!

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